Paarfinanzen

Ein Blog über Geld, Partnerschaft und alles was dazwischen liegt

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Selbstauskunft von der Schufa

Zum Abschluss der Eigenauskunft-Serie noch die Informationen von der wichtigsten deutschen Auskunftei, der Schufa.

Bei den Basisdaten gibt es nichts zu bemängeln, Name, Geburtsdatum und Anschrift stimmen. Das ist nicht ganz unwichtig, weil es immer mal wieder zu Verwechslungen kommt und die Datenqualität der Schufa nicht gerade berühmt ist.

Auf einem separaten Blatt (das ich hier nicht online stelle) stehen die eingegangenen Meldungen. Bei mir kommen die alle von meiner Bank, die routinemäßig bei jeder Erneuerung einer Kreditkarte eine Meldung macht bzw. als Vertragspartner der Schufa machen muss. Die Meldungen gehen zurück bis ins Jahr der Kontoeröffnung.

Mein aktueller Basis-Score ist 98,95%, laut Schufa also die allgemeine Wahrscheinlichkeit, dass ich mich vertragsgemäß verhalte. An die Partnerunternehmen werden allerdings je nach Branche spezielle Score-Werte übermittelt, die in der Tabelle auf dem letzten Blatt stehen. Im Gegensatz zu der Auskunft von informa gibt die Schufa aber keine Informationen dazu, wie gut oder schlecht diese Werte verglichen mit der restlichen Bevölkerung nun sind. Außerdem gibt es in der Tabelle noch eine Spalte Ratingstufe, die leider auch weder im Schreiben noch unter www.meineschufa.de/score erklärt wird. Ist jetzt ein Scorewert von 99% bei Rating B besser als 98,9% mit Rating A? Laut dem ZDF sind die Ratingstufen einfach Einteilungen der verschiednen Scorebereiche, aber anscheinend ist die Aufteilung für die verschiedenen Branchenscores unterschiedlich.

Die eigentlich Scorewerte sind auch ziemlich unverständlich, weil die Relation fehlt. Wikipedia klärt mich auf, dass der theoretische Höchstwert für die Version-2.0-Werte bei 10.000 Punkten liegt, für die Version-1.0-Werte bei 1.000. Warum ich mal knapp darunter liege und mal kaum die Hälfte erreiche, erklärt das aber nicht. Da die niedrigen Werte für Branchen angegeben werden, mit denen ich eher wenig in Kontakt komme, könnte das schlicht an fehlenden Daten über erfolgreich verlaufene Verträge liegen.

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Langeweile bei accumio und deltavista, lustige Scoreverfahren bei informa

Inzwischen sind auch die anderen angeforderten Selbstauskünfte eingetroffen. Bei accumio und deltavista gab es keine gespeicherten Daten, interessanter war da schon der Brief von informa:

Zunächst einmal hat der Ausrüster aller Großstadt-Naturmenschen Globetrotter eine Anfrage gestellt. Als Person (mit einem Namen und einer Adresse) hatte ich nur einmal mit dem Laden zu tun, nämlich als ich eine Jacke auf Garantie habe reparieren lassen. Mit Zahlungsmoral kann die Anfrage also nichts zu tun gehabt haben, den geschuldet habe ich denen nichts. Vermutlich wurde also geprüft ob es sich lohnt, den Jahreskatalog (der ungefähr die Stärke eines Telefonbuchs aufweist) an meine Adresse zu schicken.

Allzu zimperlich scheint Globetrotter mit dieser Investition allerdings nicht zu sein, denn die von informa übermittelten Scorewerte sind nicht gerade berauschend. Zwar wird die Erfüllungswahrscheinlichkeit für Personen aus der Schublade, in der ich gelandet bin mit 98% angegeben, aber nur 55% der Bevölkerung werden schlechter eingestuft. Ein Premium-Kunde bin ich nach Ansicht von informa also nicht. Aber immerhin scheint knapp die Hälfte der Bevölkerung nach Ansicht von informa ihre Rechnungen zu 98% zu bezahlen, das ist ja schonmal was.

Lustig wird es dann bei der Erklärung, wie man zu der Einschätzung gelangt ist: Mein Alter wird auf Grund meines Vornamens geschätzt. Scheint mir ein eher unscharfes Verfahren zu sein.

Warum ich allerdings für den Versandhandel ein besserer Partner sein soll, als im restlichen Geschäftsleben, erklärt informa leider nicht. Mein „Basis-Score“ sortiert mich jedenfalls nur in die unteren 43,1% ein.

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Geld und Partnerschaft - Ziele II

Das mit den Zielen der gemeinsamen Finanzplanung ist noch nicht so ganz ausgereift. Vielleicht wird es das auch nie sein, weil sich die Situation und damit die Einstellung mit der Zeit ändert. Jedenfalls trifft es der Satz „Das grundsätzliche Ziel ist, möglichst früh soweit so unabhängig von regelmäßigen Gehaltszahlungen zu sein“ noch nicht so ganz. Klar, vordergründig ist das ein Ziel, vor allem auch, weil es einigermaßen messbar ist. Man kann ja ausrechnen, ob man noch arbeiten muss, oder nicht. Aber eigentlich ist das nicht der Kernpunkt. Worum es eigentlich geht ist nämlich, sich über Geld nur noch ganz wenige Gedanken machen zu müssen, weil alles in geregelten Bahnen läuft.

Tatsache ist auf jeden Fall, dass man ganz sicher die finanziellen Grundlagen einer Partnerschaft geklärt haben sollte. Denn sonst riskiert man, dass sich das Thema immer wieder in den Mittelpunkt schleicht, ohne dass man darauf vorbereitet ist. Und dann geht es eben ganz schnell überhaupt nicht mehr um ein wenig Finanzplanung, sondern um Anerkennung, Respekt und noch viel grundlegendere Themen. Und wenn man in einer Partnerschaft nicht über Geld reden kann, wo dann eigentlich?

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Nachtrag zum Thema Selbstauskunft

Hanna hat den Eintrag zur Selbstauskunft erst gelesen, als er veröffentlicht war. „Was sind denn das alles für Speicher-Geschichten? Ich dachte, es gäbe nur die Schufa und nicht tausend kleine Firmen, die Daten über einen speichern“

In der Tat ist die Liste der Unternehmen, die vom Sammeln und Verkaufen von Kindendaten leben, recht beeindruckend. Und ich habe jetzt ja erstmal auch nur die Größten angeschrieben. Gemessen an dem, was die teilweise so an Daten verkaufen, ist die Schufa wirklich ein Musterknabe. Kein Wunder, die stehen ja auch unter verstärkter Beobachtung. Zum Beispiel hat die Schufa mal eine Zeit lang damit experimentiert, die Wohngegend in die Bewertungszahl einfließen zu lassen, das nach Kritik aber schnell wieder eingestellt. Bei denen zählt nur, was man über die Person selbst (bzw. deren Geschäfts-Historie) weiß, nicht das soziale, geografische oder sonst irgendein Umfeld. Verboten ist das aber nicht (wie auch). Und andere Auskunfteien machen das. Wenn man also in der falschen Gegend wohnt, wird der Kredit eventuell teurer.

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Selbstauskunft von Schufa, Creditreform, etc. beantragt

Heute habe ich mal Eigenauskunft bei den sechs größten Auskunfteien angefordert. Seit letztem Jahr muss das ja einmal jährlich kostenlos möglich sein. Wir haben derzeit keinen Bedarf, was Kredit o.ä. angeht, aber trotzdem wäre mal interessant zu wissen, was die so über einen gespeichert haben. Änderungen zu fordern, wenn man schon einen Kredit sucht, ist vielleicht auch nicht die beste Taktik. Wenn es keine Unstimmigkeiten gibt, war es interessant, ansonsten sollten wir Hannas Daten wohl auch mal checken.

Bei der Stiftung Warentest bekommt man die Adressen. In der Regel muss man ein paar Zeilen schreiben („…Selbstauskunft nach § 34 BDSG…“) und muss noch eine Ausweiskopie als Legitimation beilegen. Schufa, Creditreform und accumio bieten vorbereitete Formulare an, bei arvato infoscore steht nur auf der Seite, was man alles schicken muss. Bei Bürgel war nichts zum Thema auf der Webseite zu finden, mit ein paar zusätzlichen Informationen von selbstauskunft.net haben die dann das Gleiche wie alle anderen bekommen. Am einfachsten geht es bei Deltavista: Ein paar Informationen im Online-Formular eingegeben, das reicht. Eine Ausweiskopie wollen sie “anfordern, falls dies erforderlich ist”. Hm. Sehr bequem ist es, aber ob das datenschutzrechtlich so ganz sauber ist, da bin ich nicht so sicher. Mal sehen, vielleicht machen die das bis zum nächsten Jahr ja alle online mit dem elektronischen Personalausweis…

Wenn Rückmeldungen eingehen, schreibe ich nochmal was dazu.

Tim

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Ziele

Wir sprechen immer mal wieder darüber, was wir in nächster Zeit und was wir später mal erreichen wollen, sowohl allgemein, als auch was unsere Finanzen angeht. Im Moment sind wir in der komfortablen Lage, gut zu verdienen und sehr geringe Fixkosten zu haben, so dass relativ viel übrig bleibt. Auf den anderen Seite wird das vermutlich nicht ewig so bleiben. Irgendwann soll es eine größere Wohnung sein, in die auch noch ein oder zwei Kinder passen, langfristig vielleicht auch eine eigene Immobilie. Und wenn dann erstmal Kinder da sind, wird das Leben sicherlich auch nicht billiger.

So gesehen befinden wir uns also gerade innerhalb eines Zeitfensters, das es uns ermöglicht einen Grundstock an Vermögen aufzubauen. Also sparen, so lange es noch recht schmerzfrei möglich ist.

Derzeit legen wir jeden Monat 750 € im Bausparvertrag an und versuchen, noch ca. 1000 € auf unser Tagesgeldkonto zurückzulegen. Auf dem Tagesgeldkonto soll sich eine Barreserve von ca. zwei Monatsgehältern befinden, was darüber hinaus geht, wird investiert.

Das grundsätzliche Ziel ist, möglichst früh soweit so unabhängig von regelmäßigen Gehaltszahlungen zu sein, dass man sich aussuchen kann, was man tun möchte (und vor allem, was nicht). Wie genau das auszusehen hat, darüber können wir uns noch einmal ein paar Gedanken machen, auch wenn bis dahin sicherlich nicht im Voraus geplant werden kann (oder muss).

Kurzfristiges Ziel ist die Schaffung der Barreserve, mittelfristiges Ziel ist die Erreichung der Zuteilungsfähigkeit für unseren Bausparvertrag. Wenn wir wie bisher 750 € im Monat einzahlen, wird die Zuteilungsfähigkeit Ende 2019 erreicht sein. Selbst das mittelfristige Ziel ist also noch ganz schön lange hin. Da wollen andere schon viel weiter sein.

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Ein erster aktueller Stand

Im Moment haben wir etwa 9.000 € zurückgelegt. Davon sind 2.900 € in einem Fonds angelegt (dazu später mehr), 1.700 € stecken in einem noch recht jungen Bausparvertrag und 4.700 € sind als Reserve auf dem Tagesgeld-Konto. Das ist viel Geld, wenn man nur an den nächsten Urlaub denkt, aber praktisch nichts, wenn man vielleicht mal ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte.

Damit haben wir also einen ersten Eintrag für die ständige Rubrik Entwicklung, in der unser Fortschritt regelmäßig dokumentiert wird. Mindestens vierteljährlich gibt es dann ein Update.

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Zum Start

Zum Start vielleicht ein paar Bemerkungen zu den Themen die hier behandelt werden, Stand heute:
Es geht darum, wie man zu zweit mit Geld umgeht, es ausgibt oder auch behält und auf lange Sicht hoffentlich etwas Vermögen aufbaut. Im Einzelnen können hier also Dinge wie Haushaltsbudgets, Immobilienfinanzierung und Versicherungen, aber auch Reisen, Kinder und Restaurants auftauchen - hat ja alles damit zu tun, wo unser Geld bleibt.
Die Idee ist, auf dieser Seite die Entwicklung unserer Finanzen zu verfolgen und sich unterwegs vielleicht ein wenig zu verbessern. Zur Veranschaulichung gibt es immer mal wieder einen Zwischenstand mit echten, unverfälschten Zahlen, versprochen. Da das Thema etwas sensibel ist und wir anonym bleiben wollen, wird nur ein wenig zusammengefasst. Und für die Lesbarkeit etwas gerundet.

Wer schreibt hier eigentlich?
Ganz vergessen… Wir sind ein Paar in einer deutschen Großstadt, beide irgendwo um die Dreißig, seit einiger Zeit mit dem Studium fertig und als Angestellte tätig. Insofern ist klar, woher das Geld kommt. Und solange wir hier schreiben heißen wir Hanna und Tim. 

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